Freitag, 18. Juli 2014

18.07-25.07: Lombok - Gili Air: Die Eier-Taucher



Gili Air! Ah, island life! Die Fahrt war ruckizucki vorbei . Einmal Johnny English plus Abspann. Auf Gili Air angekommen wandern wir mal durch die Gassen, auf der Suche nach einem Dach ueber dem Kopf. Die Preisschraube wurde angedreht. Lustig aber, dass sich alle Betreiber dafuer entschuldigen, dass sie die Zimmerpreise aufgrund der Hochsaison anheben muessen. Ist eben so. Es gibt Bungalows, mal ranzig, mal weniger ranzig, Hotels mit Swimmingpool oder auch mit Gartenschlauch, mit Meer- oder auch mit Kloblick. Zeltplaetze inklusive Zelt bekommt man ab schlappen 150.000 Rupien, haha! In einer Seitengasse treffen wir auf Firman, der uns einen Bungalow fuer 250k IDR anbietet. Fuer 200k (inkl. Fruehstuck) ist der gekauft! Firdas homestay (der Begriff homestay ist irrefuehrend) wird geleitet von Firman und seiner Frau Ida. Beide sind total lieb und zuverlaessig. Gleich gegenueber zimmert uebrigens eine italienische Familie an ihrem neuen Restaurant mit Unterkunft und fuer alle, die die Gilis in naher Zukunft bereisen, moechten wir vorab schonmal die Pizza empfehlen! Den Prototypen haben wir bereits verkostet und der ist fein. Weil Firmans italienische Freunde fuer ihn buergen, geben wir ihm auch unsere Visaverlaengerung in die Hand geben. Das muss unbedingt noch vor Idul Fitri erledigt werden, sonst kommen wir in den ungeliebten Visastress. Selbst nach Mataram fahren wollen wir nicht, dafuer sind wir zu bequem. Ausserdem reissen wir gerade unseren Advanced Open Water an und sind somit fuer die naechsten Tage fix eingespannt. 
Den guten Reviews auf Tripadvisor folgend, entscheiden wir uns fuer die Gili Air Divers. Man muss sich schon fragen, wie die fantastischen Bewertungen zustande gekommen sind, denn wir finden den Tauchschuppen alles andere als erstklassig. Hier ist alles superstressig, dank einem viel zu engen Zeitplan, der an keinem der 3 folgenden Tage eingehalten werden kann. Briefing und Einschulung in die Spezialfaehigkeiten, die man durch diesen Kurs erwerben soll, werden in 5 Minuten Intervallen abgehandelt. Die versprochene Gruppengroesse wird nicht eingehalten, Fundiver werden mit Kursteilnehmern zusammengesteckt, und und und… Das ganze Ambiente ist alles andere als freundlich und familiaer und es ist zumeist nichtmal transparent, wer denn mit wem taucht. Es wird auch kein Wert darauf gelegt, die Personen untereinander sowie das Tauchteam vorzustellen. Wir trauen uns zu sagen, dass die Parole hier Quantiaet statt Qualitaet ist. Die Mission scheint zu sein, soviele Tauchnoobies als moeglich durch den AOWC zu druecken und gut daran zu kassieren. Eine Anekdote um verschwundene Buddies: Waehrend eines Tauchgangs wird Manu, als ihm wiedermal viel zu frueh die Puste ausgeht, ohne Isas Wissen mit einem dive master in Ausbildung, der nicht unserer Gruppe angehoert, spontan an die Oberflaeche geschickt. Das dies fuer dezente Verwirrung und Unbehagen fuehrt, scheint hier niemand nachvollziehen zu koennen.
Die dive sites um die Gilis sind so-so. Hier gibt’s eine kristallklare Sicht und wir bekommen unsere ersten Schildis und Haie zu sehen. Die Korallen sind nett, zeichnen sich aber nicht durch besonderen Reichtum und Vielfaeltigkeit aus. Ansonsten ist das Leben auf Gili gechillt: Schlafen, relaxen, lesen, Kaeffchen, schlafen, relaxen, Nasi campur, schlafen, usw... Nach einigen Tagen wird uns der Raum aber etwas zu eng (die Insel laesst sich bequem zu Fuss in 1 Stunde umrunden), der Lagerkoller setzt ein! Wah-hhh!!! Wir warten noch auf unser Visa, buchen mit Firman den Aufstieg auf den Rinjani in Lombok und uebersetzen an unserem letzten Tag nach Bangsal, von wo aus wir mit einem geschmeidigen Minibus bis Senaru, am Fuss des Mt. Rinjani, transportiert werden.


NW-Kueste
  


Fast wie Monopolygeld - warum haben wir nochmal soviel
abgehoben?



Morgendlicher Spaziergang


An der Ostkueste

Eier-Diver

Eine Wasserschlange hat sich an unseren Tisch verirrt...

... als die Meute Wind davon bekommt, geht's drunter und
drueber
 
Ein Iguana... als wir eine der schmalen Seitenstrassen
entlang spazieren, stuertzt so ein Ungetuem aus 3m Hoehe
auf uns herab

Sunset, west coast


Links im Bild ist der Gunung Agung auf Bali

Pferdekutschen ueberall, dafuer keine Mopeds!



Fuer das beste nasi campur der Insel:
Warung Muslim


Mit Blick auf Lombok
 
Wir mit unserem Firman


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