Mittwoch, 24. September 2014

24.09-25.09 Japan - Yokohama: "Go tigers, go!"

Yokohama. 4 Millionen Einwohner. Die sind aber kaum spuerbar. Die Atmosphaere ist relaxt. Auf dem Weg zum Zen Hostel schlendern wir am Baseball Stadion vorbei. Heute liefern sich die Tigers mit den Baystars ein Duell. 2 Tickets, bitte!
Nach dem Ausflug nach Chinatown heisst's "Knueppel aus dem Sack". Kurz bevor das Spiel startet, ergiesst sich ein unerbittlicher Schauer ueber dem Stadion. Der Konbini um's Eck versorgt uns mit Schirmen und im Stadion hat's noch Regenmaentel in japanischen Groessen, die sich ueber der Brust mit einigem Aufwand noch zuknoepfen lassen und die Aermel zumindest den halben Unterarm bedecken. Go Tigers, go! Wir sitzen im Tigers Fanblock und die Menge tobt. Die Anfeuerungsrufe werden koordiniert von den zahlreichen Helferlein am Fuss der Sitzreihen, die alle wichtigen Kommandos soufflieren.
Blanco pfeffert mal wieder einen Ball ins Publikum und alle stuerzen in Deckung bei diesem unerwarteten Luftangriff. Waehrenddessen rotieren die fernen Striche mit den blauen Kapperl'n von Ecke zu Ecke. Das ihr Gewand trotz der Schlitterparty stets im selben Weiss erstrahlt ist verblueffend. Der Regen stroemt weiterhin ohne Unterlass. Als wir irgendwann beschliessen, dass das Match fuer uns gelaufen ist, verzieht sich zustimmend auch der Regen wieder.
Am naechsten Morgen im Fruehstuecksbereich treffen wir auf den japanischen Daniel Duesentrieb, der sich hier fuer einige Zeit im Zen einquartiert hat und fuerchtet, er koenne wegen seiner revolutionaeren und aufwieglerischen Entdeckungen die Ungnade der grossen Energiekonzerne auf sich ziehen. Auch ein Attentat will er nicht ausschliessen. Was hat er denn auf dem Kerbholz? Wissenschafter und Dozent soll er sein. Free Energy sein Credo. Den delayed Lenz-Effekt macht er sich zunutze. Was das denn sei, wollen wir wissen? Er verschwindet und tritt Momente spaeter mit seinem Laborequipment und einem seltendicken Notebook durch die Tuer, dass wie ein Sandwich aus 2 Standrechner wirkt. Gluehbirnen und Verteilerdosen werden am Tisch ausgebreitet und jeder Stecker will sein Gegenstueck finden. Eine kleinere Auswahl an Spulen und Transformatoren wird praesentiert, die er entweder aus einem 100 Yen Adapter operiert, oder, wie im Falle des 2 kg Trafos, im Sondermuell erstoebert hat. Ruckzuck entsteht ein einwandfreier Versuchsaufbau. Zuruecktreten, bitte! Um all sein Fachgesimple zu untermauern kommt auch noch das obligatorische Paper zum Einsatz. Fast haette er sich in seiner Favoritenliste verklickt und so verfehlen wir nur knapp Youporn um wenige Pixel. Zumindest haette uns das einen Themenwechsel beschert.

Wieviele Atomkraftwerke benoetigen die Japaner, um
all ihre Getraenke zu kuehlen


Chinatown-Impression

Feinste Flossen, treten Sie naeher!




Im Hintergrund der Landmark Tower

Isas Lieblingsfahrgeschaeft



Tiptop ausgestattet



Taunz, oida!



Please note the amazing savings in
energy consumption!






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