Dienstag, 9. September 2014

09.09-18.09 Malaysia - Penang: Perle des Orients

Schlemmerei hoch drei! Wie viele andere Touristen kommen auch wir in erster Linie nach Georgetown um uns mit den dortigen Koestlichkeiten auszustopfen. Und das gelingt uns tadellos! Aber spulen wir mal etwas zurueck. Die Busfahrt von Tanah Rata ist fix. Der in Daniel's Lodge gebuchte Minibus bringt uns ohne Umwege direkt in's Backpacker-Herz von Georgetown, an's Ende der Love Lane.
Ab dem Moment, als wir an unserer Endhaltestelle ankommen, beginnt es ploetzlich in Stroemen zu regnen und will einfach kein Ende nehmen. Wir wandern die LL im Schutz der Wandelgaenge entlang und werfen mehrere verstohlene Blicke in die umliegenden Unterkuenfte. Waehrend Manu mit dem besoffenen Algerier auf der Terrasse ein Schwaetzchen haelt, wagt sich Isa in's Innere des Love Lane Inn und kommt leicht angetan wieder zurueck. Etwas eingenaesst wandeln wir die Stiegen bis in den obersten Stock. Unter'm Dach offenbart sich die Matrazensauna. Und was ist das? Durch die Decke regnet's in unser potentielles Gemach. Anstatt uns nach Luftmatrazen zu erkundigen (fuer den Fall einer baldigen Waesserung) springen wir hurtig wieder auf die Strasse. "Sir, everything alright?" schreit der Inhaber hinterher. Alter Inder, bei dir schifft's durch's Dach! Er flitzt nach oben und wir stehen wieder im Regen. Wir irren durch die Freiluftdusche und checken lustlos im Day and Night, nur wenige Meter die Strasse hoch, ein. Es ist cheap-cheap und ausserdem bekommen wir einen Raum mit AC und Fenster, das zur stark frequentierten Chulia St. zeigt. Das die Strasse bis spaet in die Nacht von zahlreichen 2- und 4-Rad getriebenen Vehikeln, Partyvolk und hungrigen Streetfood-Liebhabern frequentiert wird wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Schlaf ist Mangelware!
Wir ziehen nach 2 beinahe ruhelosen Naechten um in die Starlodge in der Lebuh Muntri, wo wohl eher selten irgendwelche Sternchen die Nacht verbringen. Das Zimmer ist sauber und das Raumklima tropisch. Aber die Ruhe, diese RUHE!!! Gleich um's Eck befinden sich das Camera Museum mit einer fantastischen Auswahl an Fotoapparaten aller Epochen und das katzige Purrr-fect Cafe, wo sich alle Felinophilen an der bunten Auswahl an vierbeinigen Schnurrern zum Tee erfreuen koennen. Das vermeintliche Katzenhaar im Kuchen koennen wir nicht finden.
Georgetown glaenzt, wie schon zuvor Melaka, mit einem indischen und chinesischen Viertel. Beide davon sind zum Verzehr freigegeben! Fuer den indisch-vegetarischen Fix ist die Lebuh Penang mit dem New Woodlands eine erste Adresse. Ansonsten kann man sich hier wirklich an jeder Ecke etwas Gutes goennen. Ob in Restaurants oder an Strassenstaenden bis hin zum (zu Fuss etwas weit entfernten) Nachtmarkt am Gurney Drive, laesst es sich hier genussvoll durch den einzigartigen Mix aus malayischer, chinesischer und indischer Kueche fressen.
Kulturell gibt's hier uebrigens mehr zu erforschen wie wir in unserem gesamten Aufenthalt "abarbeiten" koennen. Geschichtstraechtige Gebaeude und Kolonialarchitektur sieht man hier an jeder Ecke und so ziemlich alles hier ist ein Augenschmaus. Schmaus, Schmaus, Schmaus, was fuer ein Wort! Ein Juwel der chinesischen Nagelkunst kann man bei den Anlegenstellen der Klans bestaunen. Mal mehr, mal weniger windschiefe Verschlaege die entlang des Steges in's Meer hineingebaut sind, dienen heute noch den Klanmitgliedern und Abkoemmlingen der chinesischen Siedler als Behausung.
Auch das Angebot an religioesen Bauwerken in Georgetown ist vielfaeltig und sehenswert. Etwas ausserhalb, aber wie alles auf Penang bequem mit dem Bus erreichbar, liegt das kostenlose Wat Chaiya Mangkalaram mit schrill glitzernden "Disco-Nagas" und einem elendslangen liegenden Buddha. Ueber der Strasse befindet sich der einzige burmesische Tempel in Penang, der Dharmikarama, der eine Auswahl verschiedenster Buddhafiguren vorstellt und einen guten Ausblick in die Umgebung gewaehrt (wenn's nicht grad wieder pisst). Die monumentalste Tempelanlage auf P. ist aber der Kek Lok Si. Der erste Versuch den Tempel zu besuchen scheitert gleich doppelt. Erstens, weil wir viel zu spaet dran sind (die mahnenden Worte der Damen aus dem Bus haben wir in den Wind geschlagen) und zweitens, weil wir an der komplett falschen Stelle aussteigen. Bis wir einen Transport zurueck erhaschen dauert's ein Weilchen. Aber zurueck zum Tempel. Vom Eingang am Fusse des Plateaus wandelt man erstmal einige Minuten durch dicht gedraengten Souvenierwahnsinn. Zwischen Tinneff und Tueddelkram in Buddhagestalt, Regenschirmen in Katanaoptik, Penang Fanwear und sonstigen mehr oder weniger praktischen Andenken, laesst sich dann auch irgendwann ein Ende des Tunnels erahnen. Endlich im Inneren des Tempels zur Kitscharchitektur angekommen, sieht man sich umringt von "Herrn Puda", der einem zentimeterdicken Goldanstrich zum Opfer gefallen ist. Fuer den Aufstieg zur Pagode zahlt man bare Muenze und wer den noch groesseren Puda aus naechster Naehe bestaunen will, wird nochmal extra zur Kasse gebeten.
Neben der Tempeljagt, die noch zahlreiche weitere Gebilde umfasst, wagen wir uns irgendwann auch an den Aufstieg des Penang Hill, der ja mit seinen etwas ueber 820m zunaechst wenig imponiert. Wir starten vom botanischen Garten los und wie so oft haben wir mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es ist naemlich unerbittlich schwuel und so schwitzen wir uns die lausigen paarhundert Hoehenmeter durch den Dschungel bis wir komplett durchnaesst oben ankommen. Wie zwei begossene Pudel stehen wir mit inmitten der froehlich-frischen Standseilbahnfahrer. Die Aussicht laesst sich dann aber trotzdem geniessen.
Ein weiterer sportlicher Ausflug fuehrt in den Taman Negara Pulau Pinang, Penangs Nationalpark. Vom schildkroetenfreien turtle sanctuary ueber den meromiktischen See bis hin zum Affenstrand dringen wir vor und weil der Weg oftmals beschwerlich ist und wir schon den ganzen Tag durch die Affenhitze getrottet sind, nehmen wir das Bootshuttle, welches vor Ort nur die Haelfte kostet wie am Eingang zum Nationalpark, und duesen wieder retour zum Start. Fazit: Dufter Park mit viel Gruen und Straenden, die aber nicht unbedingt zum Baden einladen.
Summa summarum: Penang hat's echt drauf!



Ausblick aus dem Zimmerfenster des Day and Night.
Laut ist's hier, Day and Night.

An der Chulia St.

Namaste!




Blick von den Clan Jetties

Blick entlang eines der Clan Jetties

Religion und Natur miteinander verwachsen

Jetties I

Jetties II




Der Komtar, da sind wir auch Stammgaeste


Bhatura Ballonbrot im Woody

Die Love Lane






Am Gurney Drive (pasar malam)

Rojak

Asam Laksa


Ice ICE... Kacang!

Im botanischen Garten

Aufstieg I

Aufstieg II


Bahn fahren, trocken bleiben

Beruehrt! Fuehlt sich an wie mein
Fahrradschloss

Nicht im Nassen gehockt

Blick auf Georgetown

Trocknungsvorgang eingleitet







Gruftige Betonkirchen

Streetpraying

Loungeroom Buddha


Dharmikarama I


Dharmikarama II

Dharmikarama III

Kek-Lok Si Fail

Kek Lok Si Win

Kek Lok Si Panorama

Kek Lok Si mit Pudaplick

Nasi Kandar beim Nasi Kandar Mann

Inside Purrr-fect

Cathead

Mit liebe zum Detail

Orange hasst Montage



Taman Negara, Kerachut beach I

Taman Negara, Kerachut beach II
Mit meromiktischem See!


Wotschjastepp!


Am Teluk Duyung aka monkey beach


Streetart in der Lebuh Muntri


Noch mehr Streetart

Protestantischer...

... Friedhof

Mr. Bean in der Art Street

Oh, was kommt den da hervor?

Catch me if you can!


Die 100 Liegestuetz-App hat sich bezahlt gemacht!

Nochmal D&N? Nein danke!

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