Sonntag, 3. August 2014

03.08-10.08: Flores - Labuanbajo: Das Komodo-Aquarium

Unser Aufenthalt ist gepraegt durch zahlreiche fantastische Tauchgaenge mit einem brillianten Team und netten Buddies. Luca und Genna fuehren uns durch die Stroemung bei Batu Bulong, Castle Rock, Cauldron, Makassar Reef, Wainilu und wo nicht sonst noch. Haialarm! Riesige Napoleonfische, ein gigantischer Mantarochen (@ Cauldron), kein einziger Rochen am Mantapoint (der Name Makassarriff ist angebrachter weil weniger verheisserisch), Schildkroeten, Stachelrochen, unzaehlige verschiedene pelagische Fische sowie farbenfrohe und strahlende Korallengaerten gibt's zu bestaunen. Eine grandiose Unterwasserlandschaft tut sich vor unseren Augen auf. Der shotgun drift dive katapultiert uns durch den Kanal in eine Waschmaschine mittlerer Waschstufe! ZZZZzzzzoooom! Nach unserem Tauchgang schiesst die safety sausage an die Oberflaeche und wir werden von der Crew wieder an Bord empfangen. Hans (aus Indonesien) gibt Donots, Bananen uns Drinks aus. Luca erzaehlt von seinem wenig spektakulaeren Liebesleben. Mai und Benjamin aus Paris "mettons la patate" und mit Luzian aus der Schweiz laesst sich ueber das (nunmehr minderwertige) Taucherlebnis auf Gili lachen. Genna erzaehlt, wie sie dem kalten Russland entflohen ist und sich hier eine Existenz als divemaster aufbaut.
Den letzten Tag leihen wir uns noch ein Moped und erkunden die Umgebung von Westflores. Bis zu den Wasserfaellen von Cunca Wulang dringen wir vor. Schoen und sauber. Der Ranger Petros kann zwar kein Wort englisch, ist aber herzlich bemueht. Am letzten Tag wird noch die Faehre nach Makassar auf Sulawesi gebucht. Erster Klasse - wie dekadent! - fuer 500.000 IDR pro Person. Als die Pelni fast puenktlich um 8Uhr abends in den Hafen LB einfaehrt, wird uns das Ausmass des indonesischen postramadan Seeverkehrs und unsere glueckliche Lage bewusst. Bevor noch irgendwer ueber den schmalen Steg der Tilongkabila an Land gehen kann, draengen sich schon die ersten Platzneider zwischen den schmalen Oeffnungen hinein in den Menschenwall. Das bei diesem unkontrollierten Ellbogenmanoever keiner von der Bruecke kracht grenzt an ein Wunder. Wir steigen am falschen Ende ein und kaempfen uns vom Heck bis zu unserer Kabine im Bug vor. Es entfaltet sich schon bald der ganze Wahnsinn indonesischer Seereisen. Jeder, aber auch wirklich jeder, Flecken ist besetzt mit Leuten, Kartons, Tuetensuppen, Fruechten und Gemuese jeder Couleur. Es ist heiss und stickig. Es duftet wenig schmackhaft nach Bordkueche, Kinderschiss, Urin, Instantnudeln und Verderben. Die Legebatterie erstreckt sich ueber das ganze untere Deck und die Menschmengen quellen aus allen Loechern an Deck. Der Bauch des Schiffes kann die unheimliche Menge an Lebendfracht nicht im Magen behalten und speit die Leute bis an das Oberdeck und in die Rettungsboote. Kaum ist es uns moeglich die Strecke bis in unserem Abteil zu ueberwinden, ohne staendig jemandem auf die Fuesse oder in die Suppe zu stapfen. Wenige Glueckliche liegen auf dem Teppichboden des Gangs der erste Klasse Kabinen. Sie haben entweder das noetige Kleingeld oder einen Schwager bei der Schifffahrt. Wir entfliehen dem Wahnsinn durch die Kajuetentuer. Hier ist's klimatisiert. Wir haben zwei Betten mit richtigen Matrazen, ein ensuite Bad (bei dem das Wasser fast knoechelhoch steht, aber wer will sich jetzt noch beschweren), einen TV (mit 3 indonesischen Sendern), Schreibtisch, Schrank und Fenster. Es ist ruhig und sauber hier drinnen und von dem Trubel vor unserem Bullauge bekommen wir nicht mal marginal etwas mit. Verrueckte Welt.






Briefing. Wo ist eigentlich Luca?


Terrassenshot

Isa, Genna und Obi



Cunca Wuland I

Cunca Wulang II

Cunca Wulang III



Buschtanke

Der Duft der Stadt entstammt
dem offenen Kanal

Wir warten auf die Pelni,...

... zusammen mit dem Rest von Flores

Nur solange der Platz im Rettungsboot reicht


Am Oberdeck ist noch was frei, aber
nichtmehr lange



Nicht gerade 3te Klasse... dafuer stinkt's hier aber auch
nicht so wie unter Deck




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