Auch in Nelson will sich das Wetter nicht wirklich bessern. Es ist trueb und regnet meist nur mit kurzen Unterbrechungen. Da die Prognose eine restlos nasse Woche verspricht, erscheint uns ein potentielles Dach ueber dem Kopf auesserst wuenschenswert, denn gerne wuerden wir auch mal im Trockenen stehen koennen. Mehrstuendige Aufenthalte im motorisierten japanischen Sarghotel fuehren naehmlich unweigerlich zu Haltungsschaeden. Wie waere es da mit einem der vielgepriesenen Austauschprogramme, von denen man immer hoert: Arbeit gegen Unterkunft? Wir klappern zahlreiche Hostels in Nelson ab und bieten unsere Dienste als Putzroboter an, da sich die Nachfrage an Umweltpsychologinnen und Ingenieuren in Grenzen haelt. Von abweisenden Antworten ueber vielversprechende Halbzusagen bis hin zu tatsaechlichen Moeglichkeiten ist alles dabei. Das Accents Hostel macht einen stilsicheren und freundlichen Eindruck. Der Manager Royce sichert uns eine Stelle zu, dafuer sollen wir allerdings 3 Wochen/7 Tage die Woche jeweils Vormittags und Abends reinhackeln. Es bleibt also ein mageres 6-Stunden Fenster zur Freizeitgestaltung. Das sich damit ausser den 4 Hostelwaenden und dem eigenen Garten nichts erkunden laesst, schreckt uns etwas ab. Fuer naechste Woche ist auch schon wieder besseres Wetter angesagt, also lassen wir's mal gut sein. Die erste Nacht pennen wir 35km ausserhalb der Stadt, an der McKee campsite am Meer. Fuer DOC-Preise sehr exklusiv, einzig ein Dach ueber dem Kopf vermissen wir. Die zweite Nacht bringen wir in feinster Landstreichermanier am Buxton-Parkplatz im Stadtzentrum zu, nachdem uns die Dame in der i-Site versichert hat, dass das eh klar geht. Am Morgen schuetteln die Wolken noch ihre letzten Tropfen auf den Asphalt und langsam zieht der graue Vorhang etwas auf, selbst ein paar verirrte Sonnenstrahlen begleiten den Nachmittag. Im hellen Tageslicht wird erst klar, dass der Stadtfluss beinahe ueber das Ufer getreten waere. Tatsaechlich ist das Wetter aber gut genug fuer einen Stadtspaziergang hin zum Center of New Zealand mit Aussicht ueber Nelson. Den Rest des Tages verbringen wir am Maitai campground. Die Uebernachtung kostet 8 Dollar pP. und bietet eine Kueche und Muenzduschen - eh ganz okay. Die folgende Nacht ist stuermisch. Wie Berserker wueten die erbarmungslosen Windboeen durch die Botanik und hinterlassen eine Spur der Verwuestung. Beinahe der gesamte Campingplatz ist besiedelt von halbstarken Baeumen, deren statische Stabilitaet fraglich ist. Unter den rasenden Faeusten werden diese vom Wind - wie von einem uebermaechtigen Preisboxer - spielerisch hin- und hergeschleudert. Das Wiegen hat ein Ende, als diesem das Geplaenkel zu fad wird und er einige der Cellulosekameraden mit seinem kraeftigen Atem unter lautem Gekrache zu Boden schickt. K.O.! David liegt aechzend in der Horizontale und wir hauen schnellstens ab bevor uns ein Horvath'sches Unheil ereilt!
Die naechste Nacht verbringen wir wiedermal am Buxton aufgrund der luxuroes ausgestatteten Toiletten. Diesmal werden wir allerdings fast stuendlich von uebermuetigen Partykiwis aus dem Schlaf gerissen. Waehrend die eine Haelfte der Gesellschaft mit Schimpf und Geschrei auf sich aufmerksam macht, stimmt ein anderer mit seiner - zu unserer grossen Verwunderung - zuckersuessen Singstimme ein befluegeltes Lied ueber "Happy Camper" an.
Ansonsten passiert in Nelson nicht viel: Kino, Essen und wieder auf dem Parkplatz (Buxton und Millers Acre) vagabundieren. Das Wetter bleibt bis zu unserer Weiterreise am Ostersonntag unerhoert schlecht.
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| Tidal destruction |
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| Fussbad |
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| Scheussliches Panorama vom Center of New Zealand |
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| R-A-T-SSSCH! |
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Die Aufraeumarbeiten betragen laut Inhaber etwa 5 Tage
und vertreiben uns auf die Parkplaetze im Stadtzentrum. |
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| Dauerparkplatz |
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Center of rainy New Zealand.
Isa ist begeistert! |
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| Dinieren am Buxton I |
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| Dinieren am Buxton II |
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Happy Easter... Der Hase hat leicht lachen:
Das Wetter ist naemlich nicht gerade
zum Dahinschmelzen. |
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