Wir kommen am Freitag im 'My My Art Guesthouse' an. Unser Zimmer ist das wahrscheinlich dunkelste Loch, in dem jemals 4 Personen fuer 5,5 USD/ Nacht gepennt haben. Der Besitzer, oder eher dessen Soehnchen, kommt uns auch ein bisschen ungut vor. Fuer die Visaverlaengerung koennen wir entweder ihm 31 USD zustecken, eine Agentur beauftragen (was sich als noch teurer herausstellt) oder selbst zum immigration office gehen. Er persoenlich hat einen Deal mit einem Polizisten, der den Stempel fuer seine Gaeste in den Pass drueckt. Wir weigern uns diese Freunderlwirtschaft zu unterstuetzen und gehen selbst zur Behoerde, mit dem zuvor ausgedruckten und ausgefuellten Formular, um den laestigen Prozess nicht noch zu verlaengern. Die junge Dame, die uns dort beraet, ist aeusserst freundlich Un d macht uns darauf aufmerksam, dass wir noch eine offizielle Registrierung seitens einer Polizeisdiensttelle vorweisen muessen. Einen Nachweis unserer Residenz, sozusagen. Dafuer muessen wir nur mit dem sogenannten "Red Book", das wir von unserem Gastgeber bekommen werden, zum Amt gehen. Erfreut ueber diese unerwartete Einfachheit der Dinge, gehen wir beschwingt und frohen Mutes zum My My. Und, nachdem wir unsere Bitte vorgetragen haben, feindet uns der kleine Giftzwerg sofort an. In der nachfolgenden Schimpftirade bezeichnet er die Polizisten dort als korrupte Luegner und Ganoven, die nur auf einen 'quick buck', also schnelles Geld, aus sind. Er ist da natuerlich die Ausnahme. Der gute Geist der Visabeschaffer. Die Rolle steht ihm aber wirklich nicht zu Gesicht. Es stellt sich dann recht schnell heraus, dass das eigentlich Problem darin besteht, dass er seine Gaeste einfach nicht registriert. Bloed! Er weigert sich auch tunlichst etwas zu unternehmen und duest mit dem Moped davon. Was fuer eine Ratte. Wir ziehen den ganzen Freitag um die Haeuser, auf der Suche nach einer potentiellen Loesung. Schlussendlich landen wir im Ngoc Hue Hotel, die uns bis Montag einen "confirmation of residence" Brief mit polizeilichem Siegel fuer 10 USD beschaffen wollen. Mangels Alternativen lassen wir uns auf das Geschaeft ein. Wir tauchen daraufhin wieder bei der Immigrationsbehoerde auf und bekommen (anstandslos!) eine Verlaengerung von 30 Tagen fuer 10 USD. Als wir ihnen im ausgefuellten Formular mitteilen, dass es dringend ist, wird die Verlaengerung in nichtmal 24 Stunden in den Pass gestempelt. Supereasy! Die 10 USD haetten wir uns in Wirklichkeit auch sparen koennen, da eine Registrierung nichts kosten darf. Lustig, die grossen Reiseagenturen haben uns gesagt, die Verlaengerung waere entweder unmoeglich (Sinh Tourist) oder kostet 50 USD (Kim Cafe) bei einer Bearbeitungszeit von 5 Tagen.
Die Zeit bis Mittwoch verbringen wir dann ganz casual und wandern HCMC und dessen Sehenswuerdigkeiten ab. Coole Stadt! Die Cu Chi Tunnel und das 'War Remnants Museum' sind Pflichtprogramm. Erstes ist nicht sehr zu empfehlen. Am Mittwoch dann das grosse Highlight: Das 'DaiNam Wonderland'. Supercheesy und total deserted. Voll mit goldenen Buddhas und Plastikkriegern, umrahmt von einer eher chinesischen Mauer, durchzogen von angelegten Baechen und verziert durch man-made Betonberge. Selbst die Vogelgeräusche kommen aus dem Lautsprecher. Hier ist nichts echt! Es gibt einen Zoo mit Tieren (aus Fleisch und Blut), ein Spassbad und jede Menge einsame Fahrgeschaefte. Wir erkunden das verlassene Areal per velo & pedes. Zu Beginn unserer Exploration reisst sich Manu die Hand auf, bei dem Versuch das umfallende Fahrrad zu stoppen. Zum Glueck ist wenigstens die Krankenstation besetzt. Nach dem ersten Eindruck koennte man meinen, das gesamte Gebiet und all seine Gaeste waeren irgendeinem populationsdezimierendem Unglueck zum Opfer gefallen. In der Pyramide des Pharao's scheisst sich Manu fast in die Hosen, sodass er sein Handyflashlight zuecken muss.
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| Nightlife in der Auslaenderstrasse |
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| Hackler |
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| Propagandaplakat im 'Fine Art Museum' |
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| Zwischen Tradition und Moderne |
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| Onkel Ho |
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| Das abgegriffenste Buch in der Bibliothek |
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| Saigoner Post |
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| Blick ueber Saigon vom Shri |
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| Wir essen zu Mittag auf einem Schulflohmarkt |
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| Abtauchen auf dem Cu Chi Gelaende |
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| Hoehlenmensch |
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| Beschuetzende Werkstaette |
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| In der Pagode des Jadekaisers |
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| Vietnam Telekom |
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| Museum fuer Kriegsverbrechen |
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| Tata, DaiNam Wonderland. Das Disneyland fuer Buddhisten |
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| Wo sind die anderen Gaeste? |
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| Kumpel oder Snack? |
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| Faszinierend praetentioese Fassaden |
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In der Pyramide des Pharaos,
mir laeuft jetzt noch ein Schauer über den Rücken |
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| Hose voll. Zeit zu gehen. |
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| Mit dem Tandem macht'sdoppelte die Gaude |
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| Berge: Nicht echt! |
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| Auch fuer Gehfaule geeignet |
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