Der Abholzeitpunkt vom A
Triple 5 ist wieder sehr grosszuegig veranschlagt. Irgendwann zwischen 6:30 und
7:30 Uhr, nicht unueblich fuer Kambodscha. Der vorsichtige Reisende steht dann
schon um 5:50 Uhr auf. Der Bus ist - warjaklar -
verspaetet. Die naechsten 15 Minuten sammeln wir erstmal Mitreisende auf, bevor wir um
8:00 Uhr, keine 150m von unserem Pickup-Spot entfernt, den Bus wechseln muessen.
You must be kidding me!
Die anschliessende Fahrt nach Kratie via Kompong Cham
braucht auch seine Zeit. Satte 12 Stunden anstatt der behaupteten 8. In ‘Kra-chee’, wie die Einheimischen sagen,
gammeln wir wechselweise im Heng Heng I und II. Der Ort selbst ist direkt am
Mekong gelegen und bekommt dadurch schon einen guten Flairbonus. Nicht zuletzt
wegen der vorzueglichen Sundowner. Die Unterhaltungsmoeglichkeiten in Kratie
sind allerdings aeusserst beschraenkt. Auch das Angebot an Restaurants und Bars
ist recht einseitig. Kein Grund zur prandialen Heiterkeit. Hier ist eben der passende Ort fuer
eine fried rice und fried noodle Diaet. Wahlweise mit Schuhsohle oder
Mekongfisch. Letzterer ist zu empfehlen und vermutlich die beste Moeglichkeit,
einen Irrawady Delphin anzutreffen. Manu’s gastrale Probleme, die ihn seit Siem
Reap begleiten, werden sofort als Lamblien interpretiert und liefern ihm einen
guten Grund fuer eine allmorgendliche Duenndarm-Desinfektion. Dazu dient
4-Jahre junger Jim Beam Industriewhiskey von unserem lokalen Ethanolspezialisten.
Um das Dorf gibt’s dann ein paar schoene Flecken. Einerseits
die im Mekong gelegene Kho Trong Insel, die von Kratie spotbillig (1 Fahrt = 0,25
USD) angefahren wird und einen relaxten Rundwanderweg durch kambodschanische
Stelzensiedlungen und unter gruenem Blaetterdach bietet, als auch eine
Mopedfahrt in den Norden Richtung Stung Treng. Die Fahrt fuehrt ueber Kampi
nach Sambor, mitten hinein in die Pampa, wo die Wege nur noch schwer passierbar
sind. Auch Menschen finden sich hier nicht recht viele. Manu legt etliche
Kilometer zurueck und bringt, trotz 2-facher Einbalsamierung mit Sunblocker,
einen kirschroten Sonnenbrand mit. Achja, Delphine sehen wir natuerlich keine,
aber wir lassen uns ja auch nicht auf so eine arschteure Tour ein.
Schlussendlich trudeln auch Anna und Chrise ein und wir
feiern unser Wiedersehen mit einem kleineren Besaeufniss im U-Hong, wo’s ausser
Beer Lao nichts Gescheites gibt. Im Silver Dolphin buchen wir noch auf die
Schnelle Bus und Boot nach Don Khon (eine der 4000 Inseln) in Laos. Wir zahlen
15 USD dafuer, dass wir uns zu Viert auf die Rueckbank quetschen duerfen und an
der laotischen Grenze abgezockt werden. Das Visa kostet 44 USD inklusive
Stempelgebuehren - zu krass.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen