Montag, 24. Februar 2014

24.02-04.03: Vang Vieng: Tubingen

Nach 4 Stunden supertighter Fahrt im Minibus (eher Mikrobus) haben wir unsere Knie an den Vordersitzen abgeschunden. Aber, wir sind heil in Vang Vieng angekommen. Ich befuerchte ja das Schlimmste: 24/7 Superbass-Dauerbeschallung durch die worst of 90s Hits, panierte Funtouristen, die die erste Tageshaelfte verpennen und die Zweite vor der Mattscheibe abhaengen, um ihre bereits aufgeweichten Gerhirne vollends im Stumpfsinn aufzuloesen. Intermittierende geistige Aufwallungen werden von der Spassbehoerde aka Tubing im Keim erstickt. Aber, es soll tatsaechlich anders kommen. Scheiss Musik hier - keine Frage. Besoffene und lautstark groehlende Partypeople – wie erwartet. Aber: Um Mitternacht werden hier die Buergersteige hochgeklappt und zu unserer besonderen Freude gibt´s hier weder Gockel noch Hundsgetier. Hier kehrt tatsaechlich Ruhe ein, wie traumhaft! Die Landschaft um Vang Vieng gehoert auch zu dem Feinsten, was wir bisher in Laos gesichtet haben. Die Karstformationen und der idyllische Nam Xong Fluss legen einen Vergleich mit der Region um das chinesischen Pendant Yangshuo nahe. Nur sind hier die Berge gewaltiger, die Aussichten sublimer, der Regenwald saftiger, die unzaehligen Hoehlen eindrucksvoller und mysterioeser, die Anzahl penetranter Wandergewerbetreibender und nervender Motorboote geringer und die Vibes schwungvoller als in dem ausverkauften Yangshuo/Xingping. Wir biken/klettern/“kanuieren“/baden und relaxen. Wir erkunden die tiefsten Tiefen stockdunkler und Maustunnel-enger Schaechte mit unzureichendem Flashlight-Akku, wandern durch kathedralenartige Gewoelbe gespickt mit Stalagmiten und –titen, und schwimmen im limpiden Wasser in den Berg hinein. Den Spass trueben kann nur unser Australienvisum. Wir versuchen nun doch den eVisitor zu beantragen, weil man fuer die (visafreie) Einreise nach Neuseeland einen Nachweis seiner weiterfuehrenden Reise vorweisen muss. Dafuer benoetigen wir also einen Flug und das Australienvisum. Mit dem eVisitor fuer Oesterreich kein Problem. Jetzt muessen wir nur noch das Transitvisum stornieren. Die Botschaft anzutelefonieren ist bei den Buerozeiten echt nicht so einfach. Es klappt dann doch. Ein gratis Telefon fuer inlaendische Gespraeche finden man bei der Lao Telekom entlang der Hauptstrasse. Einen spassigen Abend duerfen wir auch noch mit Emilie und Nicolas (unsere lieben Freunde aus Moskau, Peking, Pingyao und Shanghai) sowie deren Besuch aus der Schweiz verbringen, die leider am naechsten Morgen wieder weiterreisen. Der Abschied ist schon ein bisschen traurig aber wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Europapark! Am naechsten morgen dann ist Isa krank. Ab ins Spital, denn die Symptome deuten auf Malaria hin. Ausserdem ist das Fieber ueber 38°C gestiegen. Der Bluttest besagt: Kein Malaria, kein Dengue Fieber. Puh! Einen Tag lang ist´s dann wieder gut, um dann tags darauf mit 39°C wieder zurueckzukehren. Doppelt haelt besser: Wieder ein Malariatest. Bei 15 Euro pro Bluttest kann man ja mal sicher gehen. Erneut ist dieser negativ. Die Frequenz der Toilettenbesuche legt auch eher eine Magen-Darm-Infektion nahe, die flux mit Antibiotika, Elektrolyten und literweise Wasser kuriert wird. Der Kilobeutel Antibiotika kost' ja hier auch nur 3,30 Euronen. Am naechsten Tag ist sie fieberfrei - zum Glueck!



Die wegzollfreie Bruecke ueber den Nam Xong


Hier ist's dunkel und kalt. Auch mit der Luft
wird's langsam knapp.



Die Haupthalle der Chan Cave...
Ein moegliches Design by M.C Escher


Hinein in den Berg, dank unterirdischer Lagune.


Tham Phu Khang

Die laotischen Boys baden in voller Montur



Einige Kilometer von Vang Vieng, Richtung Luang Prabang





1st person tandem-kayaking

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