Nach 4 Stunden supertighter Fahrt im Minibus (eher
Mikrobus) haben wir unsere Knie an den Vordersitzen abgeschunden. Aber, wir
sind heil in Vang Vieng angekommen. Ich befuerchte ja das Schlimmste: 24/7
Superbass-Dauerbeschallung durch die worst of 90s Hits, panierte Funtouristen,
die die erste Tageshaelfte verpennen und die Zweite vor der Mattscheibe
abhaengen, um ihre bereits aufgeweichten Gerhirne vollends im Stumpfsinn aufzuloesen. Intermittierende geistige Aufwallungen
werden von der Spassbehoerde aka Tubing im Keim erstickt. Aber, es soll
tatsaechlich anders kommen. Scheiss Musik hier - keine Frage. Besoffene und
lautstark groehlende Partypeople – wie erwartet. Aber: Um Mitternacht werden
hier die Buergersteige hochgeklappt und zu unserer besonderen Freude gibt´s
hier weder Gockel noch Hundsgetier. Hier kehrt tatsaechlich Ruhe ein, wie
traumhaft! Die Landschaft um Vang Vieng gehoert auch zu dem Feinsten, was wir
bisher in Laos gesichtet haben. Die Karstformationen und der idyllische Nam
Xong Fluss legen einen Vergleich mit der Region um das chinesischen Pendant
Yangshuo nahe. Nur sind hier die Berge gewaltiger, die Aussichten sublimer, der
Regenwald saftiger, die unzaehligen Hoehlen eindrucksvoller und mysterioeser,
die Anzahl penetranter Wandergewerbetreibender und nervender Motorboote geringer
und die Vibes schwungvoller als in dem ausverkauften Yangshuo/Xingping. Wir
biken/klettern/“kanuieren“/baden und relaxen. Wir erkunden die tiefsten Tiefen
stockdunkler und Maustunnel-enger Schaechte mit unzureichendem Flashlight-Akku,
wandern durch kathedralenartige Gewoelbe gespickt mit Stalagmiten und –titen, und
schwimmen im limpiden Wasser in den Berg hinein. Den Spass trueben kann nur
unser Australienvisum. Wir versuchen nun doch den eVisitor zu beantragen, weil
man fuer die (visafreie) Einreise nach Neuseeland einen Nachweis seiner weiterfuehrenden
Reise vorweisen muss. Dafuer benoetigen wir also einen Flug und das
Australienvisum. Mit dem eVisitor fuer Oesterreich kein Problem. Jetzt muessen
wir nur noch das Transitvisum stornieren. Die Botschaft anzutelefonieren ist
bei den Buerozeiten echt nicht so einfach. Es klappt dann doch. Ein gratis
Telefon fuer inlaendische Gespraeche finden man bei der Lao Telekom entlang der
Hauptstrasse. Einen spassigen Abend duerfen wir auch noch mit Emilie und Nicolas
(unsere lieben Freunde aus Moskau, Peking, Pingyao und Shanghai) sowie deren
Besuch aus der Schweiz verbringen, die leider am naechsten Morgen wieder
weiterreisen. Der Abschied ist schon ein bisschen traurig aber wir freuen
uns auf ein Wiedersehen im Europapark! Am naechsten morgen dann ist Isa krank.
Ab ins Spital, denn die Symptome deuten auf Malaria hin. Ausserdem ist das
Fieber ueber 38°C gestiegen. Der Bluttest besagt: Kein Malaria, kein Dengue Fieber. Puh! Einen Tag lang ist´s dann wieder gut, um
dann tags darauf mit 39°C wieder zurueckzukehren. Doppelt haelt besser:
Wieder ein Malariatest. Bei 15 Euro pro Bluttest kann man ja mal sicher gehen. Erneut ist dieser negativ. Die Frequenz der Toilettenbesuche
legt auch eher eine Magen-Darm-Infektion nahe, die flux mit Antibiotika,
Elektrolyten und literweise Wasser kuriert wird. Der Kilobeutel Antibiotika kost' ja hier auch nur 3,30 Euronen. Am naechsten Tag ist sie
fieberfrei - zum Glueck!
| Die wegzollfreie Bruecke ueber den Nam Xong |
| Hier ist's dunkel und kalt. Auch mit der Luft wird's langsam knapp. |
| Die Haupthalle der Chan Cave... Ein moegliches Design by M.C Escher |
| Hinein in den Berg, dank unterirdischer Lagune. |
| Tham Phu Khang |
| Die laotischen Boys baden in voller Montur |
| Einige Kilometer von Vang Vieng, Richtung Luang Prabang |
| 1st person tandem-kayaking |
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