Mit nicht unwesentlicher Verspaetung trudeln wir in Tha Khaek in Zentrallaos ein. Es gibt hier eindeutig zu wenige Unterkuenfte fuer das Touri-Aufgebot. Nach stundenlanger Wanderung pennen wir die erste Nacht im Daokham fuer 60k Bucks. Die Betten sind siffig und ueberall an den Waenden haengen diese unheimlichen Kokons. Was dort wohl bald schluepft? Am Tag darauf fluechten wir ins Phonepadin. Dort ist's wesentlich besser. Wir rentnern den ersten Tag mit unseren neuen Freunden Edgar und Verena ab, nachdem sich kein preisguenstiger Tuktukker finden laesst, der uns in der Umgebung herumfuehrten will. Unter den Toefs finden wir nur noch halbverfallene chinesische Reiskocher beim Wang Wang Verleih. Die Helme gleichen hier dem angeschlagenen Sonntagsei. In einem Moment der Raison gedenken wir den Worten Captain Safety's, dessen omnipraesenter Geist uns gerade mit tadelnden Blicken straft. Danke, wir verzichten! So wird das auch mit dem ueberall gross angekuendigten Loop nichts. 500km laotischer Strassen auf so einer Schuessel sind zuviel des Guten. So nehmen wir uns eben Zeit an diesem kuehlen und bedeckten Tag das Staedtchen und unsere Mitreisenden kennenzulernen, bei Krapfen und Bier. Es stellt sich bald heraus, dass Edgar der Expressionist unter den Fotokuenstlern ist. Chapeau! Wer also genug von unseren schlampigen Hueftschnappschuessen hat, kann seine Augen hier wieder mit kuenstlerisch vollendeten Aufnahmen versoehnen: www.distant-horizons.de. Mit Mirijam und Roger aus Zuerich und den beiden australischen Krokodiljaegern begeben wir uns auf einen 2-taegigen Trek durch den Phou Hin Bun Nationalpark. Don holt uns mit dem Truck vom Phonepadin ab und fuehrt uns durch den Wald.
Tag 1: Hoehlenforschung, kurze Maersche und nasse Aersche beim Badestop mit anschliessendem homestay. Dort tauchen wir wieder ins simple life ein. Zu zehnt sitzen wir im Zirkel und reichen das angesiffte Bierglas durch die Runde, waehrend das kleine Laotenbuerschchen dem Daddy den unverdauten Maiskolben ueber die Schulter hustet. Ohne eine Miene zu verziehen entledigt er sich den grobkoernigen Essensresten mit einer flinken Bewegung des Handgelenks. "Greif jetzt ja nicht das Bierglas an, du Sau!", hoere ich es durch meinen Schaedel hallen. Er muss den erwartungsvollen und von Ekel durchdrungenen Blick meinerseits gesehen haben. Nachdem er das Kotzhaeufchen von der Terrasse in den ersten Stock gekehrt hat, verlaesst er zum Glueck unser illustres Gettogether. Anschliessend versammeln sich noch die Alten des Dorfes vor unserer Huette und baendeln uns weisse Schnuerchen um die Handgelenke. Dazu bekommen wir einen abgefingerten Klumpen Sticky-Rice und einen Minibanane in die Handflaeche gedrueckt. Als kroenenden Abschluss gibt's zuckersuessen (dieses Adjektiv wir dem Grad der Suesse nicht annaehernd gerecht. Was ist denn suesser als Zucker?) "Gummibaerensaft", der brav ausgetrunken werden will. Dieses Basi-Ritual soll scheinbar dazu dienen die Geister wieder mit ihren Koerpern zu vereinen. Nach dem Jus haben wir dann allerdings erstmal groesste Schwierigkeiten, den Mageninhalt weiterhin mit dem Magen zu vereinen.
Tag 2: Blaue Lagune. Obwohl diese scheinbar heilig ist und der Gradient dieser Heiligkeit in die Mitte der angeblich 70m tiefen Lagune zeigt und zum Zentrum hin bis auf ihr Maximum anschwillt, werden wir von unserem Fuehrer munter dazu ermutigt in der Mitte des Teichs zu baden, auch wenn den Laoten dies als bittere Gotteslaesterung gilt. Gesagt, getan! Welch feucht-klare Blasphemie, einfach traumhaft!
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| Pestaurant. Sagt eigentlich schon alles. |
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| Tha Khaek main square |
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| Was macht unser Fuehrer da? |
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| Unsere Basi-Hexen |
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| Seance? |
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| Hier die Aufloesung des Nagelraetsels |
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| Sonnenaufgang ueber unserem Dorf |
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| Blaue Lagune... |
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| Heimfahrt auf der Ladeflaeche des Trucks |
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| Unsere pixlige Truppe in maximaler ISO Empfindlichkeit |
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