Die gebuchte Tour nach Sapa hoert sich sehr vielversprechend an: 3 Tage wandern mit Uebernachtung im homestay. Insgesamt 4 Naechte also. Die erste davon verbringen wir im Touristenzug nach Lao Cai. Die Lueftung laeuft im Frostmodus in einer ohrenbetaeubenden Lautstaerke. Die 350km ueberwinden wir im vietnamesischen TGV in 17 Stunden, inklusive einer 9 stuendigen Snackpause im Outback. Um 4Uhr Abends sind wir schlussendlich im kuehlen Sapa. Markant ist das Skiresortflair dieses einst abgelegenen Ortes. Unser 1 Sterne Luxus-Hotel (Sapa Summit) schickt uns mit der neu angepassten Reiseplanung auf den Weg nach Cat Cat village zu einem wenig imposanten Wasserfall. Guenther, unserem tiroler Wandersmann, geht die Organisation und die Fadigkeit der Tour jetzt auch schon total auf die Nerven. Unser guide schafft es ausserdem, so wenig Informationen als moeglich herauszuruecken und verliert waehrend der 2 stuendigen "Wanderung" 4 von 8 Teilnehmern... starke Quote! On top of it all zockt er uns auch noch mit einem Retourbus ab. Solche Schlitzohren! Am 2ten Tag bekommen wir einen neue Fuehrerin, ein reinrassiges Mitglied der black H'mong. Was nach einer Gruppe Apartheidskaempfer klingt, ist eigentlich einer der vielen vietnamesischen Staemme der Region. Mit einer Delegation an Souvenierverkaeuferinnen an unserer Backe startet der Schulausflug nach Lao Chai. Die Aussicht ist gut und so spazieren wir im Gaensemarsch am Gaensearsch der Reisegruppe vor uns. Das Essen ist grenzwertig und ueberall trifft man auf kids, die jammernd ihre Armbaender feilbieten. Am fruehen Nachmittag kommen wir bei unserem homestay an und werden mit den ranzigen Betten im modrig-knarrigen und zugigen Dachboden einer alten Holzbaracke konfrontiert. Mit uns sind eine handvoll Thais mit mueden Gesichtern. Jetzt, wo die Sonne verschwindet, wird's auch langsam kalt. Der Hygiene zuliebe suchen wir uns eine andere Unterkunft. Vor unserer Haustuer gibt's ein SPA und so lassen wir uns genuesslich eine Stunde lang durchkneten und schroepfen. Nach dem passablen Dinner schmeiss ich (Manu) mich dort unten in ein Holzfass mit heissem Wasser. Das Kraeuterbad nach Dzao-Art vertreibt die Kaelte aus meinen Gliedern. Am naechsten Tag wandern wir noch ein bisschen durch die Gegend. Wir lassen die Thais hinter uns und brennen mit dem guide durch, bevor wir am Abend unseren Zug zurueck nach Hanoi nehmen.
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