Sonntag, 8. Dezember 2013

08.12-16.12: Hanoi und Cat Ba island: "Zerbrtsk, very nei"

Mit einiger Verspaetung landen wir endlich in Vietnam und trudeln im Hanoi Stars Hotel ein. Mit seinen 2 Sternen hat es sich den Plural gerade noch verdient. Der Staff ist superlieb, wobei hier speziell unser suesser Koch erwaehnt gehoert, der noch wehmuetig auf seine Vergangenheit im zypriotischen Gewaechshaus zurueckblickt. Die Pestizidrueckstaende vernebeln ihm ein bisschen den Verstand, denn gerne moechte er sich wieder von der dort ansaessigen Blumenmafia ausbeuten lassen. Ueberhaupt ist fuer den Kleinen alles immer nur "very nei". Nach 2 Bier reden wir mal Klartext und zwar, dass eine Zukunft in Zypern (oder "Zerbrtsk", wie er meint) keinen Zopf hat. Das ganze Gespraech macht uns auch sensibler gegenueber den limitierten Verdienstmoeglichkeiten in Vietnam, nachdem sich mancher scheinbar dazu bereit erklaert, fuer 300 USD einen Monat im Pest-Zelt zu arbeiten. Diese Message geht hinaus an alle Blumenliebhaber die bisher geflissentlich BIO und FAIRTRADE ignoriert haben.
Ein kleiner Streifzug durch die Altstadt und wir sind trotz der vielen hupenden Mopeds auf Anhieb Freunde mit Hanoi. Die Vietnamesen scheinen auch ein ausserst nettes und hilfsbereites Voelkchen zu sein und wie in unserem Reisefuehrer angekuendigt hat es angenehme 20 Grad und keinen Regen um diese Jahreszeit. So kann's von mir aus gerne weitergehen. Leider zeigen sich bald nicht nur die Vietnamesen, sondern auch der liebe Petrus von der anderen Seite.
Erstere zocken uns gleich zwei mal hintereinander ganz gewaltig ab. Selbst Schuld, wenn man sich nicht vorher ueber die landesueblichen Preise informiert. So haben wir fuer eine Stadtrundfahrt auf der Riksha halt den 6-fachen Preis bezahlt. Nachdem wir den Freund von 250.000d auf 150.000d/Stunde runtergehandelt haben, besteigen wir das Gefaehrt Richtung Hoa Loa Gefaengnis. Bei Ankunft druecken wir ihm einen 100k und einen 50k Schein in die Hand. Kurz abgelenkt und ihm den Ruecken zugedreht, hoeren wir ihn auch schon klagen. Er streckt uns einen 50k und einen 10k Schein entgegen. Verstehe, hat sich also der 100er in einen 10er verwandelt? Leider schauen die Lappen alle gleich aus und das schlechte Gewissen veranlasst uns dazu, die Note schnell durch einen frischen 100.000er zu ersetzen. Bei spaeterem Nachpruefen der Kasse stellen wir fest, dass uns der Herr gut uebers Ohr gehauen hat. Anstatt landesueblichen 40.000d/Stunde steigt er also mit 240.000d/45 Minuten aus. Da hat er seiner Frau aber eine tolle Geschichte zu erzaehlen. Auch mit den Obstpreisen sind wir nicht so ganz einverstanden, dabei will Isa doch unbedingt eine Mango!!!

Und der andere Kollege haelt sich ab Tag 3 leider nicht mehr ganz an die Spielregeln und schickt uns jede Menge Wolken und Regen... Dennoch hat Hanoi mit den unzaehligen Strassencafes und Kuechen sowie den 2 Seen einiges an Charm und wir ziehen tapfer weiter um die Haeuser.

Dank des auskunftsbereiten Hotelpersonals tuefteln wir dann den perfekten und elends-komplizierten Plan aus, um von Hanoi in die Halong und Bay Tu Long sowie auf Cat Ba island zu fahren. Unser erster Stopp fuehrt uns nach einer Moped-Bus-Bus-Boot-Bus Tour auf Cat Ba island, wo wir gleich von jeder Menge Leuten umringt werden, die uns ihr Hotel anpreisen. Wir entscheiden uns fuer den unaufdringlichsten Anbieter. Jede Nacht um 22:00Uhr dreht die Rosebar unter uns die Verstaerker auf volle Power! Schlaf finden wir nur mit Ohrenstoepseln. Unsere Ruecken freuen sich auch kaum ueber den fehlenden Federkern der Matrazen. Dazu ist das Wetter wie erwartet einfach nur lausig. Die geplanten Kayak- und Segeltouren fallen ins Wasser. Fuer eine Scooter-Tour ueber die Insel ist das Wetter noch stabil genug. Zwischen dem Nebel sehen wir Baustellen, Nebel, Buchten, Straende und Beach Resorts. Letztere sind leider monetaere Unmoeglichkeiten.
Den Weg in die Bay Tu Long Bucht sparen wir uns, denn eine Wetterbesserung ist nicht in Sicht und so machen wir uns auf den Weg zurueck nach Hanoi, wo wir den Regen mit Tagebuchschreiben, Reiseplanung, Fotos sortieren und weiteren Spaessen aussitzen, damit wir endlich in das noerdliche Gebirge nach Sapa aufbrechen koennen. Zur Buchung einer Sapatour setzen wir auf das im LP angefuehrten Sinh Tourist. Anders als gedacht, gibt's davon 6 Stk. in nur einer Strasse. Bloed nur, dass die Hausnummern in Hanoi nicht immer deutlich markiert sind, wie sollen wir da das Echte vom billigen Fake unterscheiden? Natuerlich! wir schauen uns einfach von jedem Buero die Visitenkarte an, da muesste schliesslich die richtige Adresse mit der Telefonnummer draufstehen. Schlauer Einfall, der in der Praxis nicht viel bringt - die schauen alle ganz genau gleich aus. Die Vietnamesen sind schon ein linkisches Volk...
Wegen zu grosser Unsicherheit, welches denn jetzt wohl das echte Sinh Tourist sein koennte, entscheiden wir uns fuer eine ganz andere Alternative, die uns wegen der sehr kompetenten Auskunft und Planung der Tour bisher gut gefaellt. Unsere Wahl faellt auf Indochina adventures.

Tischgriller, auch very nei

In der Pagode im Hoan Kiem See
Rituelles Fische fuettern?



Hanoi Hilton - Hoa Loa

Vor dem heiligen Josef...

...reiht sich eine Schlange wie vor
einem Popkonzert

Der Sack hinten hat leicht Lachen!


Auf der kleinsten bewohnten Insel der Welt


Riksha Rally

Isa auf ihrem Flitzer

Schwimmende Restaurants

Irgendwo auf Cat Ba


Skurriles Wurzelwerk im Nationalpark

vorne Doktor - hinten Bestattung

Can't you see that it's just rainin'
there's no need to go outside...
Finde das Original!

4 Postkarten, 3 davon aus Kopien des Sinh Tourist

Fuer alle die noch keine Karte bekommen haben...
Wir schreiben fleissig!

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