Dienstag, 3. Juni 2014

03.06-11.06: Sydney und Blue Mountains: Vivid lights & vivid fantasy

Das darf ja nicht wahr sein... Da haben wir die ganzen 2 Wochen in Auckland ueber nach potentiellen CS Hosts in Sydney gesucht und keine einzige Zusage bekommen. Also bleiben wir mal die erste Nacht im Hostel, nach guter alter Backpackermanier. Im Original Backpacker in Kings Cross koennen wir fuer nicht ganz schlappe 54 Dollarinis / Nacht absteigen. Da bleibt nur zu hoffen, dass sich da bald eine boerserlschonende Gelegenheit ergibt. Fuer die nahe Zukunft haben wir da schon eine Couch in Aussicht. Diese befindet sich fernab aller Action in der Whitegums-Community am Stadtrand. Das ist mal nicht gerade um's Eck und so verbringen wir mal die ersten 2 Naechte im Originals und strawanzen durch die Gegend. Dass wir gerade dann in Sydney eintreffen, wenn das Vivid Lights Festival, welches gerade 2 Wochen pro Jahr stattfindet, am Laufen ist, nenn ich mal Glueck. Teile der Stadt, vorallem aber die Wahrzeichen, werden durch zahlreiche bunte Projektionen animiert.


Kings Cross Station

Mal super-konservativ


Vom Opernhaus in den Hafen


Muffintop

Chinesischer Garten I



Chinesischer Garten II




Vivid Lights I


Vivid Lights II


Projektionen auf dem Opernhaus



Nach 1 Stunde Anreise befinden wir uns am Stadtrand, Mulgrave Station. Unser Host Rowan schickt einen seiner anderen Surfer los um uns aufzusammeln. Prompt werden wir in die Community-Regeln eingeweiht und shoppen gleich fuer's obligatorische Gemeinschaftsmal. Was laesst sich schnell, gut und guenstig fuer 10+ hungrige Maeuler zubereiten? Nach der Einkaufstour trudeln wir irgendwo im nirgendwo ein und werden gleich von dem durchgeknallten Rowen, den anderen durchgeknallten Surfern und den beiden durchgeknallten Hunden begruesst. Ersterer stellt sich als der bestbezahlte Taenzer im Segment des deutschen Volkstanzes vor. Weiters als Gruender und Guru dieser Kommune, deren Visionaer und spiritueller Anfuehrer. Ziemlich durchgeknallt also. Als wir ankommen zimmern Rourke und Findulin aus den U.S. & A. gerade an einem portablen Schuppen, der - laut Rowen'scher Planung - leicht genug sein soll um von zwei Personen getragen werden zu koennen. Wie sich bald herausstellen soll, gibt's derlei Projekte hier zu hauf. Alles wird hier irgendwie gemacht. Dafuer stehen meist ausrangierte Schrott-Moebel zum Recycling bereit. Eigentlich eh ein guter Gedanke. Die Umsetzung ist halt auf Billy Billig.
Den ersten Abend - wie auch die folgenden Abende - verbringen wir um's Lagerfeuer, waehrend wir uns mal mehr, mal weniger gebannt von der sicheren Existenz unsichtbarer russischer Mondbasen, Schatten- und weiterer Fabelwesen sowie von den Grundlagen Rowen's auf solider Paranoia, Sexismus und Vorurteilen beruhendem Mystizismus erzaehlen lassen, waehrend so mancher in der Runde schon in ganz anderen Sphaeren abgedriftet ist. Ansonsten verbringen wir die Zeit damit, kleinere Jobs um das Gut zu erledigen. Manu verwendet zusammen mit Tom mal den ganzen Tag darauf die sperrmuellartigen Baumaterialien neu zu sortieren und am Ende sieht alles aus wie zu Beginn. Waehrenddessen ist Isa damit beschaeftigt den kuerzlich erworbenen Jeep fuer die naechste Lackschicht vorzubereiten. Eingenebelt in 10 Cent Spruehfarbe sieht der Schlitten sicher toll aus.
Neben dem unsinnigen zweistuendigen Regenmarsch fuer 2 Liter Wasser (zum Glueck koennen wir zurueck stoppen), begeben wir uns noch auf einen Abstecher in den nahegelegenen Nationalpark, where the kangaroos roam. Eines Abends zeigt sich Rowan neben seinen Traeumereien auch noch praktisch veranlagt.  Denn als er Manu sich ueber seinen steifen Ruecken beklagen hoert, bietet er ihm eine synovial joint mobilisation an. Nach guten 10 Minuten Einfuehrung in die Maitland Methode ist dieser von den verheissungsvollen Wunderwirkungen dieser Massage begeistert. Nachdem Rowan das Angebot ausgesprochen hat, wirft Manu sich zuegigst auf den Terrassenboden, waehrend der gute Herr ueber sein vermurkstes Gestell graetscht. Dass Manu nicht neben dem Lagerfeuer zu Boden gehen haette sollen, wird ihm nach 5 Minuten zur flammenden Erkenntnis. Rowans Finger bohren sich tief in die Muskulatur und entlocken unserem Patienten nicht nur genussvolle Toene.  Nach guten 30 Minuten beendet der Hobbie-Physiotherapeut seine Behandlung und Manu ist... ueberrascht weil schmerzfrei!


Die erste Nacht in der Kommune

Zu Fuss von Cattai nach Pitt Town: 2 Stunden regennasser
Marsch fuer 2 Liter Wasser

Wheelchairs and Stuff

Der Aldi sieht auch ueberall gleich aus

Nach 2 Stunden Regenmarsch geht's per Anhalter
zurueck nach Cattai... fast haetten wir die
Hochzeit gecrasht

Alter Jeep mit 2 Dollar Spraypaint bleibt
alter Jeep mit scheiss Lackierung

Rourke und Findulin



Lagerfeuer, Musik und weise Worte


Linsen fuer alle



Herbert sorgt fuer musikalische
Untermalung



Die Community-Alpacas


Der Slotwinner Sebastian im
Cyborgkostuem
Das Community-Bush-Gym

Olivier schwant nichts Gutes

... schnell unter die marode Terrasse gekrochen und die
morschen Balken unterstuetzt

Unten am Fluss

Die Omma und Tom - beide sehr
unterhaltsam



Die ganze Truppe, ein bunter Nationenmix

Nach den unvergesslichen 3 Tagen in der Community ziehen wir weiter Richtung Stadtzentrum und bleiben bei unserem lieben CS Host Wally in den Suburbs stecken. Von dort aus koennen wir dann auch endlich den lange geplanten Trip in den Blue Mountains National Park und zu den 3 Schwestern unternehmen. Wir machen uns bald auf den Weg nach Katoomba, dem Ausgangspunkt fuer Besuche  der three sisters. Hier oben ist's ganz schoen kuehl. Das Wetter ist wechselhaft, die Aussicht in die blauen Berge trotzdem traumhaft. Neben den von zahlreichen japanischen Touristen frequentierten Strecken, gibt's auch noch einige weniger gut besuchte Pfade. Wir wagen uns hinab ins Tal und plagen uns dann die Stufen des great staircase wieder hinauf. Ein netter Tagestrip mit famosem Ausblick!
Die naechsten Tage beleuchten wir Sydney nochmal aus verschiedenen Richtungen, bis wir am 11ten unseren Zug nach Melbourne boarden.

Blick auf die 3 Schwestern im
Blue Mountains National Park






Luna Park, Sydney

Blick auf die Harbour Bridge vom Luna Park




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